HEIMAT- UND GESCHICHTSVEREIN FINTHEN e.V.

Kaum noch bekannt steht das Hessendenkmal, auch Hessenstein genannt, seit nunmehr 150 Jahren auf seinem Platz und kündet von der Belagerung 1793 von Mainz. 1858 in der Flur Feilkirch, in einem Kiefernwäldchen weit abseits des Ortes erreichtet, fristet es heute nur noch wenig beachtet und von Häusern umzingelt sein Dasein am Rand des Sertoriusrings.

Beschreibung

Hessendenkmal Ansicht 2007 InschriftBei dem Hessendenkmal handelt es sich um einen gedrungenen Obelisken aus rotem Sandstein über einem Felssockel aus Bruchsteinen. Auf der Vorderseite befindet sich als Reliefschmuck ein Schild mit Schwert und Eichenlaub. Innerhalb des Schildes findet sich die ursprünglich alleinige Inschrift, die Bezug auf die Belagerung von Mainz 1793 nimmt:

Hessendenkmal Inschrift alt ZUR ERINNERUNG AN DEN LAGERPLATZ / DES LANDGRAFEN LUDWIG X. NACH- / HERIGEN GROSSHERZOG LUDWIG I. / VON HESSEN U. BEI RHEIN IN DEN MONATEN MAI, JUNI UND JULI DES / KRIEGSJAHRES 1793 / GESTIFTET VON SEINER KÖNIGLICHEN HOHEIT / DEM GROSSHERZOG LUDWIG III. VON HESSEN UND BEI RHEIN / 1858

1993 wurde anlässlich des 200. Jahrestages der Belagerung und dem damit verbundenen Ende der Mainzer Republik eine zusätzliche Gedenktafel an dem Bruchsteinsockel angebracht. Deren Inschrift lautet:

DIE BELAGERUNG VON MAINZ DURCH VERBÜNDETE DEUTSCHE TRUPPEN FÜHRTE AM 22. JULI 1793 ZUM ABZUG DER FRANZÖSISCHEN BESATZUNGSARMEE. DIES BEDEUTET DAS „ENDE DER MAINZER REPUBLIK“, DIE MIT DER GRÜNDUNG EINES JAKOBINERCLUBS IN MAINZ AM 23. OKTOBER 1792 UNTER DER SCHIRMHERRSCHAFT DER FRANZOSEN IHREN ANFANG NAHM UND ALS ERSTER VERSUCH GILT, AUF DEUTSCHEM BODEN EIN DEMOKRATISCHES GEMEINWESEN ZU ERRICHTEN.

Das Denkmal von stadtgeschichtlicher Relevanz, wird durch einen Original schmiedeeisernen Zaun umfriedet, der 2007 restauriert wurde. Insgesamt ist das Denkmal gut erhalten, obgleich der Zahn der Zeit daran nagt.

 

Das Ereignis

Im Verlauf des Ersten Koalitionskrieges (1792 – 1797), besetzten im Oktober 1792 französische Revolutionstruppen unter General Custine die gut ausgebaute Festungsstadt Mainz. Mit den Franzosen zog auch das „revolutionäre“ Gedankengut in die Stadt mit ein. Im März 1793 erfolgte in Mainz die Konstituierung des "Rheinisch Deutschen Nationalkonvents" und die Unabhängigkeitserklärung des "Rheinisch-Deutschen Freistaats". Diese „Mainzer Republik“ sollte als erster demokratischer Staat auf deutschen Boden in die Geschichte eingehen.

Der Freistaat währte jedoch nicht lange, bereits im April 1793 begann die Einkesselung der Stadt durch alliierte deutsche Truppen unter preußischer Führung. Den 44.000 Mann starken Koalitionstruppen standen 23.000 Franzosen in Mainz gegenüber. Verschiedene Angriffe der Preußen schlugen fehl, am 17. Juni 1793 wurde deshalb mit der „Bombadierung“ der Stadt begonnen. Zur damaligen Zeit wurden die Kanonenkugeln Bomben genannt. Unter einer Bombadierung ist daher der massive Beschuss der Stadt mit Kanonen zu verstehen und nicht etwa eine Bombadierung aus der Luft. Johann Wolfgang von Goethe, zu diesem Zeitpunkt Minister in Weimar, nahm im Alter von 43 Jahren als Augenzeuge an der Belagerung teil und veröffentliche seine Erlebnisse 1822 in Form eines fiktiven Tagebuchs. Sein Dienstherr, Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, lagerte mit seinen Truppen bei Marienborn. Östlich und nord-östlich von Finthen lagen die Truppen des Landgrafen Ludwig X. von Hessen-Darmstadt, dessen Schwester Luise wiederum die Ehefrau von Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach war. Am 29. Mai 1793 besuchte Carl August in Begleitung von Goethe seinen Schwager in dessen Lager bei Finthen. Goethe, sichtlich beeindruckt von der Pracht des Zeltes, notiert in das Tagebuch:


Hessendenkmal Goethe Kopie„Ich begleitete meinen gnädigsten Herrn nach dem linken Flügel, wartete dem Herrn Landgrafen von Darmstadt auf, dessen Lager besonders zierlich mit kiefernen Lauben ausgeputzt war, dessen Zelt jedoch alles, was ich je in dieser Art gesehen, übertraf, wohl ausgedacht, vortrefflich gearbeitet, bequem und prächtig.“ Ob Goethe bei dieser Gelegenheit tatsächlich in Finthen war, wie immer wieder gerne behauptet wird, ist mehr als fraglich. Der Ort wird nie von ihm erwähnt. Auch über die hessisch-darmstädtischen Truppen findet sich nur noch eine Passage: "Den 10. Juni wagten die Franzosen einen Tagesüberfall auf Gonsenheim, der zwar abgeschlagen ward, aber uns doch wegen des linken Flügels, und besonders wegen des Darmstädter Lagers, einige Zeit in Verlegenheit und Sorge setzte."

Am 23. Juli 1793 endete die Belagerung mit der Kapitulation der Franzosen. Die verbliebenen 18.000 Soldaten, die noch die Stadt verteidigten, erhielten freien Abzug. Der erste Koalitionskrieg endete jedoch erst 1797 mit dem Frieden von Campo Formio.

 

Die Folgen

Die Besetzung und Belagerung von Mainz führte nicht nur zu schweren Schäden in der Zivilstadt, auch das Kurfürstentum Mainz und Mainz als Residenzstadt gingen ihrem Ende entgegen. Insbesondere der geheime Zusatzartikel des Vertrages von Campo Formio, in dem der Rhein als Ostgrenze Frankreichs festgelegt wurde, beschleunigte den Untergang der Kurmainzer Strukturen. Die ehemaligen linksrheinischen Mainzer Gebiete gingen schließlich 1802 in dem neu gegründeten Dèpartement du Mont Tonnere (Département Donnersberg, auch Donnersberg-Département) auf. Sitz der Verwaltung war der Osteiner Hof in „Mayence“, so der französische Name von Mainz. Finthen gehörte zum Kanton Nieder-Olm.

1806 zwang Napoleon die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt unter Androhung einer Invasion zur Stellung hoher Militärkontingent an Frankreich. Gleichzeitig wurde die Landgrafschaft zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt erhoben, das dem Rheinbund beitrat. Dabei wurde aus dem vormaligen Landgrafen Ludwig X., der noch 1793 gegen die Franzosen kämpfte, nunmehr Ludwig I. Großherzog von Hessen-Darmstadt, ein Zwangsverbündeter Napoleons. Nach der endgültigen Niederlage Napoleons wurde auf dem Wiener Kongress (1814/15) eine Entscheidung über den Verbleib der zurück eroberten linksrheinischen Gebiete gefällt. Der nördliche Teil des Départements du Mont Tonnere wurde neben den bestehenden Provinzen Oberhessen und Starkenburg als dritte Provinz dem jungen Großherzogtum Hessen-Darmstadt zugewiesen. Die offizielle Bezeichnung Ludwigs I. lautete nun Großherzog von Hessen und bei Rhein. Davon abgeleitet, bildete sich der Provinzname Rheinhessen aus. Mainz wurde Provinzhauptstadt, die Hauptstadt des Großherzogtums war nach wie vor Darmstadt. Bis zum Untergang des III. Reiches 1945, sollten Mainz, Rheinhessen damit auch Finthen für rund 130 Jahre hessisch bleiben. Erst mit der Neugründung des Landes Rheinland-Pfalz 1946, wurde Rheinhessen Bestandteil des neuen Bundeslandes. Der Name der ehemals hessischen Provinz blieb jedoch bis heute erhalten.

 

Unter Ludwig I. - Ludwig III.


Hessendenkmal Ludwig INach dem Wiener Kongress und den damit verbundenen territorialen Veränderungen, kehrte erst langsam Normalität in der neuen Provinz des Großherzogtum Hessen ein. Im hessischen Finthen veränderte sich zunächst wenig. Um 1826 entstand der Verlauf der heutigen Kurmainzstraße, 1840-42 erfolgte die Urkatasteraufnahme. Ludwig I. war 1830 im Alter von 77 Jahren verstorben. Sein Sohn und Nachfolger Ludwig II. regierte von 1830 – 1848, dessen Sohn, Ludwig III., ab 1848 als Mitregent. Ludwig der III. galt nicht als Vertreter der absolutistischen Richtung und wurde zunächst begeistert begrüßt. Die Wahl des liberalen Heinrich Wilhelm August Freiherr von Gagerns zum Minister steigerte zunächst seine Popularität abermals. Das änderte sich ab 1850, dem Jahr, als Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk Ministerpräsident von Hessen-Darmstadt wurde. Dieser verfolgte eine reaktionäre Politik und wirkt im Sinne Österreichs und Bischof Kettelers. In Meyers Konversationslexkion 1885-1892 ist zu lesen:

„Erst mit dem allgemeinen Umschwung der Dinge 1850 änderte auch L[udwig] seine Politik, u. unter dem Ministerium Dalwigk kam ein durchaus büreaukratisch-reaktionäres System zur Herrschaft, das unter dem Einfluß der Großherzogin, Mathilde von Bayern (geb. 30. Aug. 1813, vermählt 1833, gest. 25. Mai 1862), der Kirche weitgehende Rechte und Freiheiten auf Kosten des Staats einräumte. L[udwig] selbst trat hinter dem allmächtigen Minister und dem Bischof von Mainz ganz zurück.“

 

Die Idee zum Denkmal

In diese reaktionäre Phase der Regierungspolitik fällt irgendwann der Entschluss zur Errichtung des Hessendenkmals, auch Hessenstein genannt. Die Vorbereitungen begannen spätestens 1854. Im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt finden sich Unterlagen aus dem gleichen Jahr, die Zeugnis darüber abgeben. Eine Kommission war damit beauftragt worden, den genauen Lagerplatz zu bestimmen, der offensichtlich nicht mehr bekannt war und das betreffende Grundstück zu erwerben. Neben einem kurzen Bericht mit den Namen der Flurstücke und genauen Angaben zu den Parzellen, wurden eine kleine Karte und eine Lageskizze angefertigt. Demnach stand das Zelt im Flurstück „Auf dem Feilkirch“ nahe dem Teilstück „Brandholz“. Heute sind diese Flurnamen aus dem Gedächtnis der Bevölkerung verschwunden und in der Bezeichnung „Römerquelle“ für das dort befindliche Wohngebiet aufgegangen. 1854 jedoch war die heutige Römerquelle nur eine bewaldete Anhöhe nord-östlich von Finthen, die landwirtschaftlich nur mäßig genutzt wurde.

Das sollte sich in der Folgezeit ändern, der Waldanteil wurde stetig zu Gunsten von Sonderkulturen, insbesondere Sauerkirschen, zurückgedrängt. Lediglich um das Denkmal selbst, sind ein paar Kiefer erhalten und zeugen von der ehemaligen Bewaldung. Noch in den 60er Jahren war das weit außerhalb vom Ortskern liegende Denkmal ein Tagesausflugsziel für uns Grundschüler. Mit derm Bau der Autobahn und dem Beginn der Bebauung der Römerquelle in den 70er Jahren ändere sich dies unwiederbrlnglich. Immerhin wurde eine Straße analog zu ihrer Lage „Am Hessendenkmal“ genannt.

 

Die Einweihung am 10. Oktober 1858

Hessendenkmal Mainzer Anzeiger 243 1858
Auch über den genauen Zweck der Errichtung des Hessensteins kann nur spekuliert werden. Sollte es wirklich nur an das historische Ereignis erinnern? Sollte die Popularität des Landesherren gesteigert werden? Oder war es eine politisch motivierte Aktion durch den Ministerpräsidenten von Dalwigk? Es sei an dieser Stelle noch einmal an die Bemerkung in Meyers Konversationslexkion erinnert: „L[udwig] selbst trat hinter dem allmächtigen Minister und dem Bischof von Mainz ganz zurück.“

War dies der eigentliche Grund, weshalb sich das Großherzogliche Paar durch seinen Ministerpräsidenten vertreten ließ und weshalb der erzkonservative Finther Pfaffer Autsch die Festrede hielt? Wir wissen es nicht. Diese äußerst interessante Fragestellung zu den damals tatsächlich herrschenden politischen Verhältnissen, wäre sicherlich einen eigenen Aufsatz wert. Das Ereignis selbst war zumindest von großer lokaler Bedeutung. Der Mainzer Anzeiger 243 vom 16. Oktober 1858 widmet dem Geschehen die ganze Titelseite, in einer Sprache, die wir heute als sehr pathetisch empfinden. Neben einer Abbildung des „Denksteins“, so die damalige Bezeichnung, wird auch der offizielle Grund zu seiner Errichtung angegeben. In Bezug auf den Landgrafen Ludwig X., dem nachmaligen Großherzog Ludwig I, ist zu lesen:

„Auf dem Felde zwischen Finthen und Gonsenheim, wo seine Truppen ein Glied in dem waffengespickten Gürtel bildeten, stand sein Lagerzelt mitten unter seinen Getreuen, mit denen er Strapazen, Noth und Gefahren unerschrocken und freudig theilte. Der hohe Enkel des tapferen Kriegsherren, unser allverehrter Großherzog Ludwig III, dessen ritterlicher Sinn unter den vielen Regententugenden, die sein edeles Herz zieren, nicht die letzte Stelle einnimmt, wollte nicht, daß eine so merkwürdige Episode aus dem ruhmreichen Leben seines Ahnherren ohne äußerliches Erinnerungszeichen der Vergessenheit anheimfalle.“

Halb Finthen muss an diesem Tag auf den Beinen gewesen sein. Die Häuser waren festlich mit Girlanden und Bildern des Großherzoglichen Paares geschmückt worden. Am Dorfeingang war eine Ehrenpforte aus Laubgewinden errichtet worden, welche die Inschrift „Finthen dem vielgeliebten Landesvater und Höchstdessen großem Ahnherren!“ trug. Kein anderer als der Autor des Zeitungsartikel, kann das damalige Pathos besser wieder geben. Er schrieb voller Ehrfurcht:

„ In einem wohlgeordneten imposanten Zuge unter Begelitung eines Musikkorps un einer aus bewaffneten Bürgern der Gemeinde Finthen bestehenden Ehrengarde begaben sich die Theilnehmer des Festes zu der Stelle, wo das Denkmal steht. (Der genaue Weg des Zuges ist nicht bekannt. Ausgehend von der Kirche hätte der mit 1,5 km kürzeste Weg über die Hauptstraße, die Budenheimer Straße und die Wolfengasse, heute Poststraße, Waldthausenstraße, Mühltalstraße und Am Warberg zum Denkmal geführt.) Der Herr Pfarrer der Gemeinde setzte in einer ergreifenden Rede die Bedeutung des Festes auseinander, worauf unter einem weithin schallenden dreifachen „Hoch“ auf unseren allerverehrten Großherzog die Bekränzung des Denksteins mit Blumen und Girlanden stattfand. Dieser Moment, ohne Zweifel der feierlichste des ganzen schönen Aktes, wurde noch ergreifenden durch den Knall der Böllerschüsse, die wohlgelungenen Salven der Ehrengarde und den Jubelsschall der einfallenden Musik, worauf Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident Freiherr v. Dalwigk im Namen Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs dankte. Nach Absingen eines zu diesem Feste eigens verfaßten Liedes schloß die Feier, welche das schönste Wetter und die herrlichen Strahlen der Oktobersonne in ihrer ganzen Lieblichkeit dauernd begleitetet hatte. Möge das Denkmal nach den Worten des Herrn Pfarrers unter der Obhut der Bewohnern von Finthen wohl beschützt und bewahret werden, um seiner Bestimmung gemäß bis in die spätesten Zeiten den künftigen Geschlechtern Kunde von seiner hohen Bestimmung zu geben.“

Mit diesen Worten schließt der Zeitungsartikel. Konnte das Hessendenkmal die ihm zu gedachte Aufgaben erfüllen? Wir glauben ja, denn noch immer kündet es an der Originalstelle als einziges Denkmal in Mainz von der Belagerung der Stadt im Jahr 1793. Natürlich kommt es immer auf den Betrachter an. Wer kein Interesse an Geschichte hat, wird nur den behauenen Sandstein sehen. Für den geeigneten Betrachter kündet der Hessenstein auch von der Mainzer Republik, von der 130 jährigen Zugehörigkeit Finthens zu Hessen und von der gewaltigen Veränderung der es umgebenden Landschaft. Es kündet von der Idee zu seiner Errichtung, von den dahinter stehenden Personen und ihren Schicksalen und es fordert uns auf uns mit Geschichte zu beschäftigen, indem es an seinem Standort steht und uns auffordert: „Denk mal!“

 

Der Künstler

Bisher wurde immer nur von dem Denkmal selbst und dem Auftraggeber gesprochen. Deshalb soll abschließend wenigsten kurz auf den Künstler eingegangen werden, dessen Leben und Werk zu schildern den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde. Wann das Denkmal für Finthen in Auftrag gegeben wurde ist unklar. Sicher ist nur, dass es 1858 zu seiner Einweihung an seinem Platz stand. Erschaffen wurde es im Atelier des Darmstädter Hofbildhauer Johann Baptist Scholl des Jüngeren (1818 – 1881). Scholl entstammte einer Bildhauerfamilie, er selbst wurde in Mainz geboren. Künstlerisch arbeitete er an einer stattlichen Anzahl von Grabdenkmälern von denen ein Teil auf dem Mainzer Hauptfriedhof zu bewundern ist. Daneben schuf er eine Reihe bedeutender Denkmäler, darunter 1862 sein letztes großes Werk, das Schillerdenkmal in Mainz. Aber auch als Maler und Karikaturist wurde Scholl bekannt. 1857 hatte Scholl einen ersten epileptischen Anfall erlitten. Ab diesem Zeitpunkt lies ihn sein Sohn Karl nicht mehr alleine arbeiten. Es ist deshalb gut möglich, dass auch Karl Scholl an dem Finther Denkmal mitwirkte.

An dieser Stelle möchten wir auf die das Thema betreffenden Artikel hinweisen, die im Internet in der Online-Enzyklopädie Wikipedia (de.wikipedia.org) zT. auch vom Autor veröffentlicht wurden. Die Artikelüberschriften lauten: Hessendenkmal Finthen, Belagerung von Mainz (1793), Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Ludwig I. (Hessen-Darmstadt), Großherzogtum Hessen, Rheinhessen (Provinz), Ludwig III. (Hessen-Darmstadt), Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk, Kurmainz, Festung Mainz und Johann Baptist Scholl

 

Verwendete Literatur

Akten des Staatsarchiv Darmstadt: HStAD Best. D 4 Nr. 611/10e, Die Stelle des Zeltes Landgraf Ludwigs X. im Lager bei Finthen (Bericht und Zeichnungen von [Carl Friedrich] Günther, 1854)
Mainzer Anzeiger Nr 243 vom 16.Oktober 1858
Kemman, Oliver und Kurzke, Hermann, Herausgeber, Johann Wolfgang von Goethe: Belagerung von Mainz, Untergang einer Reichshauptstadt, ein Bilderbogen, Soscietätsverlag, Frankfurt 2007