Der HGV in Tawern

06080074wkl · Der Gallo - römische Tempelbezirk Tawern war das Ziel des Heimat- und Geschichtsvereins Finthen.

Mit einem Reisebus des Omnibusbetriebes Lehr, reiste eine Besuchergruppe bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichem Temperaturen am 8.6.2013 dort an. Tawern liegt am Rande des Naturparks Saar-Hunsrück, der Name stammt von dem lateinischen Wort tabera (Geschäft-Laden).

Vor 2000 Jahren von den Römern gegründet, geschah dies zeitgleich mit der römischen Besiedlung von Trier. Die Römer, genauer gesagt, die römische Tempelanlage auf dem Metzenberg war das konkrete Ziel der Finther Gruppe. Hier wurden sie bereits von Manfred Schwab, dem ersten Vorsitzenden des Vereins „Römisches Tawern“ erwartet. Dieser konnte den Besuchern sehr viel interessantes und wissenswertes vermitteln.

Die aus 7 Tempeln bestehende Anlage glänzte im Sonnenschein und ermöglichte den Besuchern einen herrlichen Blick in die umliegende Landschaft. Bis hin nach Trier und ins Moseltal konnte man blicken. Die 1980 bei Baumfällarbeiten entdeckte und 1986/87 und unter Leitung des Rheinischen Landesmuseums Trier restaurierte Tempelanlage, beeindruckte nicht nur durch ihre Bauweise, Altäre , Säulen,Skulpturen, Reliefs, Münzen Krüge, römische Streitwagen, Rüstungen und Waffen, sondern durch die ganz besondere Atmosphäre die diese Anlage umgab.

Als 392 durch Christen die Tempelanlage zerstört wurde, warf man viele Utensilien und Kunstwerke in den dort befindlichen Brunnen. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde dieser an der Nordweststrecke eines Tempels ca. 15 Meter tiefe Brunnen freigelegt und die vielen das Ende des gallo-römischen Heiligtums von Tawern beleuchtenden Funde restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Merkur der Gott des Gewerbes, des Handels und des Verkehrs, war Hauptgott des Tempelbezirks auf dem Metzenberg. Von seinem Kultbild stammt der im Brunnen leicht überlebensgroße Kalksteinkopf. Eine Lebens groß geschaffene Statue zieht jeden Besucher in ihren Bann Ein Weihe Altar ist Merkur und dem Licht und Heilgott Apollo geweiht.

Zwei Reliefs zeigen die gallische Pferdegöttin Epona und das ägyptische Götterpaar Isis und Serapis. Viele weitere beeindruckende antike Gegenstände, versetzen den Betrachter in eine längst vergangene Zeit zurück.

Man hätte noch lange den hervorragend präsentierten Ausführungen von Herrn Schwab zuhören können, aber irgendwann machte sich der Magen bemerkbar. Nach einem großen Lob an Herrn Schwab, ging es weiter zu dem Brauhaus und Landgasthof in Mannebach Ein schmackhaftes Mittagessen und eine spätere Weinverköstigung an einem idyllischen Rastplatz im Hunsrück, rundeten die geschichtlich geprägte Ausflugsfahrt ab. Marianne Theisen vom HGV-Finthen hatte diese Fahrt geplant und organisiert, von den Reiseteilnehmern erhielt sie ein großes Lob für diese gelungene Veranstaltung.

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