Finthens Quellen und Bäche

Finthens Quellen und Bäche - Ein Projekt in Google Maps

 Die Bäche

is - Die Finther Bäche bilden gemeinsam mit dem Gonsbach, der in Mombacher Gemarkung in den Rhein mündet, ein Bachsystem. Während es sich bei dem Königsbornbach und dem Kirchborn um kleinere Fließgewässer handelt, die in den Aubach münden, ist die Situation beim Au- bzw. Gonsbach komplexer.

Der Königsbornbach 

Der Begriff Königsborn steht als Synonym für ein gesamtes Gebiet und wird sowohl für ein Wohngebiet, ein historisches Siedlungsgebiet, eine Quelle, als auch für den gleichnamigen Bach verwendet. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Bach.

Der Königsbornbach entspringt weit außerhalb des historischen Ortskerns ca. 700 m Luftlinie Nord-Westlich der Katholischen Kirche. In einer Länge von etwa 1,1 km fließt er ähnlich dem Kirchborn in leicht Nord-östliche Richtung und mündet ca. 120 m fast westlich der ehemaligen Jungenfeldschen Mühle, dann Konservenfabrik, heute Fontana-Klinik, in den Aubach. Dabei quert er analog zum Kirchborn die Borngasse, die Waldthausenstraße (einst Kühweg), außerdem die Straßenbahnlinie 50. Der Bach ist in seinem Lauf zum Teil Natur belassen, bzw. renaturiert. Im seinem Unterlauf, vor der Mündung in den Aubach, lag ein ausgedehntes, zum Teil sumpfiges Feuchtgebiet, auf das heute nur noch ein künstlich angelegter Teich hinweist.

Quelle und Oberlauf des Baches liegen in Bereich privater Kleingartengelände, bzw. im Bereich privater Grundstücke und sind öffentlich nicht zugänglich. Der Unterlauf hingegen dient mit angrenzenden Grünflächen der Naherholung. Historisch wird der Königsborn und damit auch der Bach, als Ausgangspunkt der römischen Wasserleitung nach Mainz angesehen. An der Stelle wo der Bach einst den Kühweg querte, stand eine Mühle zur Gewinnung von Stärke, aus der später die Brauerei am Königsborn hervorging.

Der Kirchborn 

Der Kirchborn ist aus dem verläuft heuet verrohrtst heutet nur noch als Straßenname existent.f Königsborn steht als Synonym für ein gesamtes Gebiet und wird sowohl für ein Wohngebiet, ein historisches Siedlungsgebiet, eine Quelle, als auch für den gleichnamigen Bach verwendet. Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Bach.

Der Aubach

Der Aubach ist der größte Finther Bach, der nach dem Kirchborn die meisten Veränderungen erfahren hat. Seine historische Quelle ist nicht genau definiert, urrsprünglich wurde er aus zwei Zuläufen gespeist, dem Flutgraben und einem namenlsoen Bach, der nach kurzer Strecke wiederum in den Flutgraben mündete. Das Quellgebiet des unbenannten Baches lag in Essenheimer Gemarkung, südlich des ehemaligen Finther Waldes bzw. westlich des ehemaligen Hofguts Layenhof, heute Wüstung. 

Der Flutgraben wiederum hatte seinen Ursprung im Ober-Olmer Wald. Der ehemalige Verlauf ist wie der der Verlauf des namenlosen Baches auf historischen Karten noch gut erkennbar, jedoch durch die Überformung des Geländes in Folge der militärischen Nutzung in der heutigen Topographie kaum noch nachvollziehbar. Auf gegenwärtigen Stadtkarten wird der Flutgraben als Aubach bezeichnet. Davon ausgehend ergibt sich für den Aubach mit Flutgraben eine Länge von 4 Kilometern bis zur Vereinigung mit dem Königsborn.

Tatsächlich liegt der Flutgraben fast das ganze Jahr trocken und wird nur bei starken Regenfällen geflutet. Diesem Umstand mag er seinen Namen verdanken. Erst im Bereich der Flurstücke "Große Born" und "Kurze Borngewann" werden unmittelbar westlich des Wasserwerks von 1900 gefasste Quellen in den Aubach eingeleitet, wodurch der Bach ab diesem Abschnitt kontinuierlich Wasser führt. Der heutige Aubauch beginnt damit erst an dieser Stelle, die Länge des Baches beträgt ohne den Flutgraben nur 2,1 km. Im Bereich des Bürgerhauses wird eine zweite gefasste Quelle eingeleitet, deren Ursprung nicht mehr bekannt ist. In Anbetracht der historischen Situation, dürfte es sich um den ehemaligen "Straßenborn" handeln.

Der Aubach ist in großen Teilen kanalisiert oder verrohrt. Nur ein kleiner Teil wurde renaturiert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Bach zum Teil durch den Ort geleitet. Während der Aubach westlich außerhalb des historischen Ortskerns vorbei floss, wurde im Bereich des Flurstücks "Kurze Born" ein Kanal abgezweigt und auf der westlichen Seite der heutigen Poststraße bis zur heutigen Waldthausenstraße durch den Ort geführt. Dort bog der Kanal nach Nord-Westen ab, um in den Kirchborn eingeleitet zu werden. Das offen fließende Wasser dürfte hauptsächlich zur Versorgung des Nutzviehs gedient haben, bis Finthen 1900 sein eigenes Wasserwerk erhielt und den Kanal überflüssig machte.

Zur Versorgung einer Mühle wurde in etwa gegenüber der heutigen Einmündung der Thüringer in die Gonsenheimerstraße ebenfalls Wassre in einen Mühlgraben abgezweigt. Ab dieser Abzweigung wird der Aubach auf älteren Karten als Wildgraben bezeichnet. Die Mühle selbst hatte je nach Besitzer unterschiedliche Namen, die bekanntesten sind Jungenfeld- und Simonsmühle. Das Wasser wurde zur Königs- oder oberen Aumühle, die bereits in Gonsenheimer Gemarkung liegt, durch geleitet und von dort in den Bach zurück, der an dieser Stelle Mühlbach oder auch Gonsbach genannt wird. Am Zusammenfluss von Königsborn und Aubach, bzw. Wildgraben war das Gebiet insgesamt sehr feucht und zum teil sumpfig. Der Wildgraben wurde namensgebend für die Wildgrabenbrücke der A60. Heute befindet sich dort ein Rückhaltebecken, um die bei starken Regenfällen schnell anfallenden Wassermassen zu regulieren, was nur bedingt gelingt. Am Auslauf des Beckens hat sich der Bach unnatürlich tief in die Erde eingegraben und verbreitet.


Der Gonsbach und sein Quellbäche

Quellbäche des Gonsbach
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